Wie du deine Zielgruppe definierst und findest

Zielgruppe definieren? Easy: 25-60, männlich und weiblich, wohnhaft in Deutschland.

Done.

Von wegen!

So wirst du kaum jemanden erreichen. Die Menschen kaufen entweder nach Bedürfnissen oder aus emotionalen Gründen. Das wiederum bedeutet, du solltest die Bedürfnisse und Emotionen deiner Zielgruppe kennen, um auf sie eingehen zu können.

Auch wenn es keine Lieblingsbeschäftigung ist: Wenn du dir eine Marke aufbaust, solltest du dir die Zeit nehmen und dich umfassend mit diesem Thema auseinander setzen. Es lohnt sich, denn du erhältst neben Erkenntnissen auch Selbstvertrauen und deine Ausrichtung wird auch für dich klarer.

Anhand der folgenden 3-Schritte-Anleitung legst du die Merkmale deiner Zielgruppe in chronologischer Reihenfolge fest:

  • 1/ Demografische Merkmale
    Alter, Geschlecht, Familienstand, Wohnort
  • 2/ Sozioökonomische Merkmale
    Bildungsstand, Beruf, Einkommen
  • 3/ Psychografische Merkmale
    Motivation, Meinung, Wünsche, Werte, Lebensstil

Mit jedem Schritt wird deine Zielgruppen-Definition spezifischer und fokussierter. Viel Spaß bei der Umsetzung!

 

Definiere deine Zielgruppe in 3 Schritten

 

#1 Notiere die demografischen Merkmale

Alter, Geschlecht, Familienstand und Wohnort.

Bei der Zusammenstellung, wirst du feststellen, dass deine Zielgruppe riesig ist. Eine solch riesige Zielgruppe lässt sich jedoch nicht gezielt ansprechen. Du bräuchtest einen Bauchladen, um all diese Leute zufrieden zu stellen. Doch wer ist schon mit einem Bauchladen bekannt geworden?

Deshalb ist es wichtig, dass du sie in Schritt 2 und 3 noch weiter eingrenzt.

Zielgruppe definieren: demografische Merkmale

#2 Für wen ist dein Angebot relevant?

Bildungsstand, Beruf und Einkommen.

Unterteile deine große Zielgruppe jetzt in Gruppen nach Bildungsstand, Beruf und Einkommen. Diese Gruppen haben meist unterschiedliche psychografische Merkmale, deshalb ist es wichtig, dass du sie selektierst.

Zielgruppe definieren: sozioökonomische Merkmale

#3 Finde heraus, wie das Leben einzelner Personen in einer Gruppe aussieht

Motivation, Meinung, Wünsche, Werte, Lebensstil.

Suche dir eine Gruppe aus. Wähle diejenige, die dir zunächst am wichtigsten erscheint. Diejenige, die am meisten von deinem Angebot profitiert, der du am ehesten helfen kannst. Und allein mit dieser Gruppe machst du weiter. Die übrigen Gruppen kannst du dir beim nächsten Mal vornehmen, alle Schritt für Schritt.

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Dann hol dir die #5 wichtigsten Basic-Tipps für ein nutzerfreundliches Webdesign.

  • Wie sieht das Leben der Personen dieser Gruppe im Durchschnitt aus?
  • Wo findest du sie, wo bewegen sie sich (On- und/oder Offline)?
  • Was treibt sie an?
  • Welche Werte leben sie?
  • Wovon träumen sie?
  • Welche Sorgen und Nöte haben sie?

Schreib alle Details auf, die du herausfindest.

Zielgruppe definieren: psychografische Merkmale

So kannst du recherchieren

 
Das Internet wird die hierbei sehr hilfreich sein: Google Menschen, die diesen Beruf ausüben und schau dir ihre „Über mich“-Seiten an, besuche ihre Xing-Profile und Facebook-Seiten. Lese zwischen den Zeilen, achte auf die Interessen, versuche soviel wie möglich über diese Menschen in Erfahrung zu bringen. Auch Beiträge oder Postings der Personen können sehr interessant und aufschlussreich sein.
 
Während dieser Recherche erfährst du auch, wo du deine Zielgruppe findest, ob sie sich on- und/oder offline anzutreffen ist.
 
Die Webseiten geben Aufschluss in welchen Social Media Netzwerken sich die Betreiber rumtreiben: Welchen Gruppen haben sie sich angeschlossen? Welche Seiten liken oder welchen Menschen folgen sie?
 
Auch die Aktivitäten außerhalb des Internets lassen sich zum Teil aus den Erkenntnissen ableiten. Besuchen Sie Konferenzen oder posten sie Bilder von einem Workshop?
 
Was dir außerdem hilft: Sortiere auch, falls bereits vorhanden, bestehe Kunden in die Zielgruppen ein und lerne von ihnen:
 
Hör ihnen zu, schreibe ihre Fragen auf.
 
So lernst du die Bedürfnisse deiner Zielpersonen kennen und erfährst, wie du ihnen das bieten kannst, was sie benötigen.

Fazit

Gehe Schritt für Schritt vor. Mach dir die Mühe und schreibe dir deine Ergebnisse nacheinander auf. Suche dir die stärkste Zielgruppe heraus und fang an zu recherchieren. Das Wissen, welches du dir so aneignest, ist Gold wert. Doch überprüfe deine Definition in regelmäßigen Abständen, denn gerade in der Anfangsphase entwickelt sich dein Business stetig. Und somit eventuell auch die Gruppe Menschen, mit der du gerne zusammenarbeitest.
 
Abschließend noch ein Tipp: Versuche mit deinen einzelnen Marketing-Maßnahmen immer nur eine Zielgruppe anzusprechen. Und diese durchaus über einen längeren Zeitraum. Im Anschluss kannst du dich um die Nächste kümmern.
 
Happy working!
Goldmarie a.k.a. Su

Susanne Wiemer
Hola, ich bin Goldmarie a.k.a. Su und ich zeige dir, wie du online durch klares Design und eine Top-Usability mehr Kunden gewinnst.

4 Kommentare

  1. Moin Christian,

    herzlichen Dank für Dein Feedback! Du hast vollkommen recht, das Thema Suchmaschinenoptimierung sollte man unbedingt angehen, sobald man die Zielgruppe definiert hat. Denn dann weiß man auch, auf wen man die Optimierung ausrichten sollte. Webdesign und zu Teilen auch Webentwicklung werden im nächsten Jahr ein übergeordnetes Thema in meinem Blog sein. Da wird sicher auch die Suchmaschinenoptimierung einen Platz finden.

    Sonnige Grüße
    Susanne

    Antworten
  2. Moin Moin Susanne,

    erstmal meinen Respekt zu Deinen übersichtlichen Artikel. Ich bin in allen Punkten bei dir. Mir fehlt noch die Gewichtung der Suchmaschinenoptimierung. Für Anfänger ein heißes Eisen, doch absolut notwendig, um mit der Website erfolg zu haben. Ich bin gerade selbst an dem Thema dran, um den Menschen da draußen ein Grundverständnis im Bereich Onlinemarketing und Webdesign zu vermitteln. Wenn Du magst können wir uns auch gerne darüber austauschen.

    Antworten
  3. Liebe Stephie,

    das geht runter wie Öl und motiviert ungemein, herzlichen Dank! Du hast vollkommen recht, viele Artikel zum Thema Marketing sind in einer Sprache geschrieben, die einem den Umgang mit dem Thema nicht erleichtert sondern vielmehr erschwert.

    Danke auch für Deinen Tipp und einen schönen Tag!
    Susanne

    Antworten
  4. Das ist bei weitem der beste Artikel, den ich zum Thema „Zielgruppe definieren“ gelesen habe! Du gibst wirklich hilfreiche Tipps, die quasi direkt aus dem Leben kommen (anders als die meisten Seiten zu dem Thema…) und vor allem die den aktuellen Zeitgeist mit einschließen. Am meisten findet man über Menschen, meiner Meinung nach, in den sozialen Medien heraus, dabei habe ich festgestellt, dass Facebook-Gruppen ein wahre Goldgrube sind, wenn es um Recherche geht.

    Vielen Dank für die super Denkanstöße.
    Stephie

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